By Lutz P. Michel, Michael Schenk (auth.)

Die Film-, Fernseh-und Video-Branche in unserem Land boomt -das belegen die Zahlen, Daten und Fakten der vorliegenden Untersuchung, die infas, das Institut für angewandte Sozialwissenschaft in undesirable Godesberg, im Auftrag der nordrhein-westfälischen Landesregierung zusammengetragen hat. Fakten, die zur Nachricht machen, was once wir schon seit langem geahnt haben: Nordrhein­ Westfalen ist ein Medienland. Wie optimistisch die audio-visuelle Branche ihre Zukunft in Nordrhein­ Westfalen sieht, macht die infas-Erhebung deutlich: Jeder zweite der insgesamt four hundred Betriebe will expandieren; geplant sind Ausbau der Räumlichkeiten, Investitionen in die technische Ausstattung und -nicht zuletzt -Einstellung neuer Mitarbeiter. Schon jetzt gibt es in Nordrhein-Westfalen etwa 10 Tausend Beschäftigte in audiovisuellen Medienberufen -laut Expertenmeinung mit wachsender Arbeitsmarktnachfrage und besten beruflichen Perspektiven. Gefragt sind nicht nur Kreativität, sondern auch Technik-Verständnis und immer öfter betriebswirtschaftliches understand how. Beispiele derartiger interdisziplinärer Ausbildungsprofile, denen unsere Hochschulen mehr und mehr gerecht werden, gibt es bereits in Nordrhein­ Westfalen. Ich denke da z.B. an Studiengänge wie Kameramann/-frau an der Fachhochschule Dortmund oder Kommunikationsdesign an der Universität - Gesamthochschule Essen. Völlig neue Akzente im Bereich einer innovativen Medienausbildung setzt die Kunsthochschule für Medien, die wir im Wintersemester 1990/91 in der Medienstadt Köln eröffnet haben. Als jüngster, grenzüberschreitender Darsteller in der medienbezogenen Wissenschaftslandschaft NRW hat 1992 das Europäische Medieninstitut in Düsseldorf Einzug gehalten -ein neues Zentrum für die Kommunikation und info über die Medien in Europa. Die Studie spiegelt Dichte, Vielfalt und Qualität der Ausbildung in unserem Land. Sie zeigt aber auch Lücken, die wir in Zukunft schließen wollen.

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Wenn Führungskräfte irren: Die 20 gefährlichsten Manager-Fehler

Veränderte Arbeitsorganisation undselbstbewusste Mitarbeiter lassen Führung immer anspruchsvoller werden. Andererseits gefährden einschneidende Manager-Fehler den Unternehmenserfolg und die Karriere stärker denn je. Woraus müssen Führungskräfte heute besonders achten? Pointiert beschreibt Nabbie Mansaray die zwanzig gefährlichsten Fallstricke für supervisor, zum Beispiel: - Das Ich-kenne-den-Markt-Syndrom - Das süße present der Nachahmungsmentalität - Die ziellose Zielfindung - Die dicke Rechnung der Kostenrechner Ein schonungslos offenes Buch über typische Manager-Fehler und ihre Vermeidung, anschaulich und originell geschrieben.

Anleihenbewertung auf unvollkommenen Kapitalmärkten

Dr. Norbert Klink promovierte am Lehrstuhl von Professor Dr. Heinz-Günter Geis der Freien Universität Berlin.

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Kritische Stimmen prophezeihen allerdings, daß der Hör-Fernsehkonsume nt der Zukunft trotz ständig verbesserter Digitaltechnik den Ton auch nur über den Lautsprecher seines Fernsehgerätes wahrnehmen möchte. Tatsächlich stehen der schnellen Akzeptanz einer perfektionierten Raumbeschallung auf Benutzerseite die Kostenfrage und die Unannehmlichkeiten der Aufstellung von mehreren (bis zu acht) Lautsprechern pro Raum im Wege. Man muß also realistisch davon ausgehen, daß ein Teil der Fernsehteilnehmer nicht bereit sein wird, die Wohnung nach Bild- und Tonansprüchen umzufunktionieren, sondern sich auf die bisherige Tonwiedergabe (ein oder maximal zwei Lautsprechern am Fernsehgerät) beschränken wird.

Dazu muß eine überzeugende Vorstellung vom jeweiligen Schallereignis, einschließlich dessen akustischer Umgebung, der Zuordnung der einzelnen Teilschallquellen im Raum und in entsprechendem Abstand zum Zuhörer, vermittelt werden. So wird die 'Durchhörbarkeit' des Klangbildes möglich und die Akustik kann verwendet werden, um dramaturgische Akzente zu setzen. So können Bewegungen im Raum hörbar gemacht werden. Die Tontechnik wird für solche Produktionen erheblich aufwendiger als bisher werden und die in diesem Bereich tätigen Berufsgruppen auf allen Ebenen vor neue Herausforderungen stellen.

Die in der aktuellen Fernsehberichterstattung eingesetzten Mitarbeiter/innen müssen dabei schnell und flexibel handeln können und zum Teil mehrere Funktionen gleichzeitig ausüben. Daher handelt es sich hier um ein klassisches Arbeitsfeld für kleine bis mittlere Dienstleistungsbetriebe. Zu erwarten ist aber, daß der Wettbewerb zunehmend über die Qualität der Berichterstattung und nicht über die Schnelligkeit allein ausgetragen wird.

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