By Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Kerschner (auth.)

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Fibrinklebung in der Endoskopie

Die Endoskopie vermochte bisher Gewebsformationen zu dehnen, zu durchtrennen, abzutragen und zu zerstören. Gewebedefekte auszufüllen, miteinander zu vereinigen und zu heilen, warfare bislang endoskopisch nicht möglich. Die Einführung von Fibrinklebern eröffnete neue Anwendungsbereiche. Der Kleber kann, in seine Komponenten getrennt, über doppellumige Sonden über beliebig weite Strecken an den vorgesehenen Einsatzort unter Sicht des Endoskopes transportiert werden.

Urologie für die Praxis

Die Neuauflage dieses bewährten Praxisbuches wurde völlig überarbeitet und auf den aktuellen Wissensstand gebracht. Die Autoren legten wiederum größten Wert auf eine übersichtliche Darstellung der Materie in Schemata und Tabellen, die den Wissensstand einprägsam verdeutlichen. Eine aktuelle, nach Indikationen geordnete Auflistung der wichtigsten Pharmaka ergänzt den Textteil.

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I. Zustandekommen 2/2 Das Verlöbnis kann formfrei, daher auch schlüssig (etwa Ringtausch; § 863) abgeschlossen werden. Maßgeblich ist der gemeinsame erkennbare Wille, einander künftig ehelichen zu wollen. Darin liegt auch die Abgrenzung zur bloßen außerehelichen Lebensgemeinschaft, die keine Verlöbnisfolgen auslöst. Natürlich können sich Verlobte auch in einer Lebensgemeinschaft befinden. Lebensgefährten müssen aber umgekehrt nicht verlobt sein. II. Rechtsfolgen 2/3 Das Verlöbnis begründet keine (durchsetzbare) Pflicht zur Eheschließung.

2. Beispiel: Der Ehemann geht in Pension. Die bisher allein haushaltsführende Ehefrau will eine ausgewogene Aufteilung der Haushaltstätigkeiten. Um eine solche einvernehmliche Gestaltung haben sich beide zu bemühen. Die Beweislast für Gründe, die einem Abgehen von der bisherigen Gestaltung allenfalls entgegenstehen, trägt der andere Teil. Vermag dieser 13 So zutreffend Hopf/Stabentheiner, ÖJZ 1999, 821, 824 f. 033. 817. 16 Zutreffend etwa Leitzenberger, ÖA 1984, 83; OGH EvBl 1997/10; kritisch Schwimann, NZ 1998, 289 ff.

Eheschließung 19 2. Nichtige Ehe Im Gegensatz zum Begriff der Nichtigkeit im allgemeinen Vertragsrecht (dazu I/7/3) ist eine nichtige Ehe zunächst wirksam, aber durch Urteil vernichtbar. Zur Klagsberechtigung siehe unten Rz 2/22. 2/19 Die Nichtigkeitsgründe sind in den §§ 21–25 EheG grundsätzlich taxativ angeführt. Einen weiteren Fall bildet die Wiederverheiratung bei Todeserklärung (§ 43 Abs 1 EheG), wenn beide Teile wissen, dass der für tot Erklärte noch lebt. Neben sonstigen Formmängeln (etwa keine gleichzeitige Anwesenheit, befristete oder bedingte Eheschließung), der völligen Geschäftsunfähigkeit führt auch der Verstoß gegen das Verbot der Doppelehe (§ 8 EheG) und der Ehe unter Verwandten (§ 6 EheG) zur Nichtigkeit.

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